MEDIATOR/IN (VWA)

Konflikte praxisgerecht lösen, Eigenverantwortung fördern, Kosten mindern!

Wenn zwei sich streiten, hilft ein Dritter! Mediation ist ein professionelle Technik konstruktiver Konfliktbearbeitung, die international zunehmend Beachtung und praktische Anwendung findet.
Mediator*innen erarbeiten mit den streitenden Parteien frühzeitig praxisnahe Konfliktlösungen, bevor diese zu einem langwierigen Gerichtsverfahren führen. Ziel ist es, den Kampf bis zur letzten Instanz zu verhindern. Das erspart allen Beteiligten nicht nur unschöne Streitereien, sondern auch jede Menge Zeit und Kosten. Professionell ausgebildete Mediator*innen werden damit immer gefragter.

Vorteile einer Mediation

Der Weg zu den Gerichten kann bei einer erfolgreichen Mediation durch einen Mediator (VWA) / Mediatorin (VWA) vermieden werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein Mediationsverfahren ist kostengünstig und spart Zeit. Die mit Ihnen als Mediator (VWA) erarbeitete Lösung hat eine höhere Akzeptanz als ein Gerichtsurteil. Ein weiterer, erheblicher Vorteil ist die Tatsache, dass dank Ihrer Verbesserung der Kommunikation zwischen den streitenden Parteien, Geschäftsbeziehungen erhalten bleiben und Kundenverlust vermieden wird. Deshalb werden Mediatoren zunehmend bei Konflikten hinzugerufen.

Wann wird ein Mediator eingeschaltet?

Sie vermitteln als Mediator/in (VWA) bei sehr unterschiedlichen Konfliktmodellen. Bei innerbetrieblichen Auseinanderset-zungen, unterschiedlichen Meinungen bei Hinterlassenschaften, Konflikten zwischen Nachbarn, Streitigkeiten bei Trennungen und Scheidungen sowie bei vielen anderen Auseinandersetzungen zwischen Einzel-personen oder Gruppen, Verwaltungen und Behörden, Wirtschaftsunternehmen und anderen Beteiligten bieten Sie als Mit-arbeiter/in einer Mediationsgesellschaft, größeren Firma oder als selbstständige/r Mediator/in (VWA) den Streitenden Ihre Kompetenz an.

Gesetz zur Förderung der Mediation (MediationsG)

Im Juli 2012 ist das Gesetz zur Förderung der Mediation (MediationsG) in Kraft getreten. Das Gesetz verändert die Streitkultur in Deutschland grundlegend: Zum ersten Mal gibt es ein umfassendes Gesetz, das regelt, wie Streitigkeiten ohne Gerichtsprozess beigelegt werden. Das neue Mediationsgesetz gibt den Konfliktparteien die Freiheit, auch ein vom gesetzlichen Recht abweichendes Ergebnis für sich zu wählen. Das neue Gesetz will Abschied nehmen vom Recht des Kampfes bis zur letzten Instanz.
  • Die Ausbildung entspricht den Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes Mediation.
  • Im Rahmen der gegenseitigen Anerkennung besteht die Möglichkeit der Anerkennung dieser Ausbildung durch die Mediationsverbände BAFM und BMWA sowie durch den Schweizer Dachverband SDM-FSM.
  • Es handelt es sich um eine Ausbildung zum Mediator gemäß § 5 Abs. 1 MediationsG und zur Erlangung des Titels „Zertifizierter Mediator“ gemäß § 5 Abs. 2, 6 MediationsG i.V. mit § 3 ZMediatAusbV.“
Inhalte & Ablauf

Im Rahmen Ihrer Ausbildung zum/zur Mediator/in (VWA) vermitteln wir Ihnen Kenntnisse der Strukturen einer Mediation sowie ihre Abgrenzung gegen andere Verfahren und rechtliche Fragen. Sie erlernen neben Grundprinzipien der Psychologie und Kommunikation zahlreiche Gesprächs- und Interventionstechniken in Theorie und Praxis.

Der Ausbildungsgang umfasst 170 Zeitstunden, verteilt über 7 Blöcke à 3 Tage (jeweils Freitag – Sonntag) und entspricht den Richtlinien des Bundesverbandes Mediation e.V. (BM)®. Die Ausbildungsstunden sind entsprechend den Standards des Bundesverbandes Mediation e.V. (BM)® verteilt auf 150 Stunden in Seminaren und 20 Stunden Covision / Intervision.

Die für die Anerkennung durch den Bundesverband Mediation e.V. (BM)® erforderlichen 30 Stunden Supervision erfolgen nach der Ausbildung und sind in der Kursgebühr nicht enthalten. Die Supervision wird von den Kursleiterinnen angeboten und durchgeführt. Die Module sind nur insgesamt zu belegen.

Zielsetzung

Als Mediator/in (VWA) sind Sie aufgrund Ihrer Ausbildung und dank Ihrer eigenen praktischen Berufserfahrung in der Lage, eine Vermittlung im Streitfall zwischen zwei oder mehreren Personen zu strukturieren, dokumentieren und einer Lösung zuzuführen, die kostengünstiger und zeitsparender ist und eine höhere Akzeptanz hat als das Urteil eines Gerichts. Sie selbst bleiben als Mediator*in (VWA) an dem Konflikt unbeteiligt und neutral, die Entscheidungen treffen die Konfliktparteien in eigener Verantwortung.

Die Ausbildung zum/zur Mediator/in (VWA) eignet sich für alle Berufstätige, die in ihren Berufsfeldern mit Konflikten konstruktiv umgehen wollen. Dies sind insbesondere Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Berufen der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung wie z.B. Juristen und Steuerberater, Bürgermeister und Amtsleiter, Psychologen, Pädagogen und Personaltrainer, Ärzte und Architekten.

Themen und Termine
  • Definition von Mediation
  • Arbeitsfelder und Abgrenzung zu anderen Verfahren
  • Konflikttheorie
  • Prinzipien der Mediation
  • Wirtschaftsmediation
  • Familienmediation
  • Erbschaftsmediation
  • Mediation in nachbarschaftlichen Konflikten
  • Immobilienmediation
  • Selbsterfahrung und Selbstreflexion, Gesprächs- und Interventionstechniken
  • Grundkenntnisse aus Psychologie
  • Sozial- und Kommunikationswissenschaften
  • Mediation und Recht
  • Phasen der Mediation
  • Großgruppenmediation
  • Onlinemediation

 

Modul 115. – 17.10.2021
Modul 219. – 21.11.2021
Modul 310. – 12.12.2021
Modul 428. – 30.01.2022
Modul 511. – 13.03.2022
Modul 608. – 10.04.2022
Modul 720. – 22.05.2022
Dozenten

Dozentin Doris Morawe Doris Morawe ist Rechtsanwältin, Fachanwätin für Familenrecht, Mediatorin (BM®, BAFM®, SDM, DIA), Zertifizierte Mediatorin nach ZMediatAusbV, Ausbilderin für Mediation (BM®) seit 2002, Anerkannt als Supervisorin (BM®) für Gruppen und Einzelmediation und Co-Autorin des Buches „Praxis der Familienmediation“.

 

 

 

Dozent Prof. Dr. Maximilian Haedicke Prof. Dr. Maximilian Haedicke ist Professor für Wirtschaftsrecht an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, ehemaliger Richter am Oberlandesgericht und stv. Studienleiter der VWA Freiburg und Mediator (VWA).

 

 

 

Studiengebühren

4.000,– € für die Gesamtausbildung inkl. Materialien

Eine gebühren- und zinsfreie Ratenzahlung ist möglich. Sprechen Sie uns gerne an!

Informationsveranstaltungen

Derzeit sind keine Informationsveranstaltungen terminiert.

Gerne beraten wir Sie telefonisch: Tel. 0761 38673-15

Supervision

SUPERVISION FÜR MEDIATORINNEN UND MEDIATOREN

Das Justizministerium hat am 21.08.2016 die lange erwünschte Zertifizierungsverordnung erlassen, dies ab dem 01.09.2017 gelten wird.
Für die erste Zertifizierung als Mediatorin bzw. Mediator braucht diese/dieser eine Ausbildung mit mindestens 120 Stunden und einen Mediationsfall , der supvervidiert sein muss. Dies gilt für die Übergangsregelungen der “Altausgebildeten” ebenso wie für alle zukünftigen Mediatorinnen und Mediatoren.
Unabhängig von den gesetzlichen Mindestvoraussetzungen sich zertifizierter Mediator bzw. zertifizierte Mediatorin nennen zu dürfen, verlagen alle Bundesverbände ebenfalls 30 Stunden Supervision nach der Ausbildung.
Es besteht die Möglichkeit, beim Bundesverband Mediation e.V. (BM) nach 30 Stunden Supervision und 4 Praxisfällen die Anerkennung als Mediator (BM) zu beantragen. Zusätzlich ist nach der Anerkennung als Mediator (BM) auch eine Anerkennung als Mediator (SDM) durch den Schweizer Dachverband Mediation ohne weitere Voraussetzungen möglich.
Aber auch unabhängig von gesetzgeberischen Vorgaben und dem der Verbände gehört es zur professionellen Arbeit einer Mediatorin/eines Mediators, die/der verantwortungsbewusst und reflektiert arbeitet, regelmäßige Supervisionen in seine Arbeit einzubinden.

AUF EINEN BLICK

  • einer anerkannten Mediationsausbildung
  • vielfältigen Fallbeispielen aus der Mediationspraxis der Dozenten*innen
  • einer angenehmen Lernatmosphäre im Herzen Freiburgs
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